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PANIK – Und wenn man denkt, SCHLIMMER kann es nicht kommen…

Yvonne & Michael, 2004

Yvonne kannte ich schon von der Hochzeit Britta und Carsten. Und so war dann auch früh klar, ich mach auch den Polterabend bei den beiden mit. Ich habe auf Polterabenden schon so einiges gesehen. Kloschüsseln, Wäschekörbe mit Geschirr, alte Fernseher (pfui) und ich meine mich auch an eine Badewanne erinnern zu können. Was allerdings bei den beiden passierte, hatte ich bis dahin noch nicht und danach auch nie wieder gesehen.

PANIK from Stefan Schnelle on Vimeo.

Wenn et Bedde sich lohne däät – Hochzeitsvideo und Fotos

BAP_Hochzeitsvideo_Koblenz_Schnewoli

Sonja und Matthias, Hochzeitsvideo und -fotos, 1999

Es gibt Hochzeiten, die behält man im Kopf, weil sie so ungewöhnlich waren. Zu diesen Hochzeiten gehörte die von Sonja & Matthias. Die Begleitumstände jagen mir noch heute einen kleinen Schauer über den Rücken, aber lest selbst.

Als die beiden bei mir waren, war schon klar, so etwas hatte ich bisher noch nicht gemacht. Ein Trauung auf einem Rheindampfer und das nicht im Bordrestaurant, sondern auf dem Oberdeck. Schon wenige Tage vorher war also klar, die Tour nach St. Goar, dem Startpunkt der Reise, mach ich gemütlich in meinem Käfer Cabrio, das ich damals noch mein eigen nannte. Am Abend vorher ergab es sich, das ich mit meinem Kombi in einer Aschaffenburger Tiefgarage stehen bleiben musste, weil die Batterie den Geist ausgehaucht hatte. „Kein Problem“ dachte ich mir, du wolltest ja ohnehin mit dem Käfer fahren.

Am Hochzeitstag selbst beschlich mich dann aber doch ein komisches Gefühl und ich sorgte mit Hilfe des BMW-Notdienstes dafür, das mein Kombi eine neue Batterie bekam und ich mit bayrischen Pferden an den Rhein startete. Ein guter Plan, wie sich gleich herausstellen wird.

Die Hochzeit verlief planmässig. Während der Trauung schien die Sonne und auch sonst konnte nichts die Stimmung trüben. Der Pfarrer hielt ein schöne Rede über das Kennenlernen der beiden und auch für mich war es ein entspannter Tag. Musste ich doch mal nicht Vorfahren, Perkplätze suchen und meine damals noch etwas weniger umfangreiche Ausrüstung von A nach B schleppen

Sonja wollte ursprünglich keinen Fotografen, da Sie kaum Bilder von sich besass, auf denen Sie sich selbst sehen mochte. Nachdem ich persönlich zwar noch nie grossen Wert auf Bilder gelegt habe, aber aus eigener Erfahrung wusste, das „kein“ Hochzeitsfoto auch keine Lösung ist, bot ich an, mit meiner damaligen Spiegelreflex (noch ganz altmodisch auf Negativ) ein paar Porträtfotos zu machen. Nachdem der Tagesablauf genug Lücken bot, an dem ich nicht hinter der Kamera stehen musste, machten wir ein kleines Shooting.

Ein kleinen, feinen Höhepunkt bot der Tag, als wir gegen Abend Koblenz und das deutsche Eck passierten. Hier spielte BAP ein Livekonzert und wie man oben sieht, hatten wir kurz den perfekten Blick auf die Bühne, wo Wolfgang Niedecken „Wenn et Bedde sich lohne däät“ zum Besten gab. Ein passender Titel für eine Hochzeit.. zumindest wenn das Gesamtrepertoire von BAP betrachtet.

Am späten Abend trat ich die Heimreise an. Ende gut, alles gut.

P.S. … ich schulde euch noch das Ende der Käfer Story. Nachdem ich total begeistert von der Autofahrt am Rhein war, wollte die gesamte Familie am nächsten Tag bei Kaiserwetter im Käfer Cabrio ein Tour auf der gleichen Strecke unternehmen. Was soll ich sagen, auf Höhe Frankfurter Flughafen riss das Kupplungsseil und wir traten mit dem ADAC Transporter die Heimreise an. Das wäre (k)ein Hochzeitsvideo geworden. Ich hab in all den Jahren nicht eine einzige Hochzeit verpasst, manchmal gehörte Glück und Intuition dazu… ;-).

 

P.P.S…. die Hochzeitsfotos lösten bei Sonja eine kleine Euphorie aus. Ich hatte es geschafft, das sie natürlich und ungezwungen vor der Kamera posierte. Wie ich das gemacht habe? Das ist eine andere Geschichte.